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Yoshitsune II

Japanische Farbholzschnitte
Japanische Farbholzschnitte
Der sterbende Tomomori mit einem Anker um den Hals
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Zwei grausame Selbstmorde

Yoshitsune segelte zu Gimpeis Bootsstation zurück und nahm Tsubone und Antoku in seinen Gewahrsam. Tödlich verwundet, folgt Tomomori und fordert Yoshitsune zum Duell heraus. Aber Yoshitsune sagt Tomomori, dass er seinen Mut und seine Loyalität bewundere und bat ihn um die Unversehrtheit des jungen Kaisers Antoku - auch wenn dieser das Blut des Taira Clans in seinen Adern habe.

Suke-no-Tsubone, die Frau von Tomomori, bat ihren Gatten auf Yoshitsune zu hören und erstach sich dann. Tomomori erkannte endlich Yoshitunes edle Haltung und bat ihn, sich um das Wohlergehen des Kaisers zu kümmern. Nachdem Yoshitsune mit dem jungen Kaiser Antoku gegangen war, band sich Tomomori an einen großen Anker und beging Selbstmord indem er sich in das Meer stürzte.

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Yoshitsune, Fuchs Tadanobu und ein wenig Zauberei

Yoshitsune konnte auf der Insel Shikoku keine Unterstützung finden und musste weiter in den Norden Japans fliehen wo er aufgewachsen war. Er fand schließlich eine Zufluchtsstätte in einem Tempel am Berg Yoshino. Shizuka-gozen und der Fuchs Tadanobu reisten durch Wälder und über Berge um sich mit Yoshitsune wieder zu vereinigen. Eines Tages erreichten sie den Wald des Yoshino Bergs wo die Kirschbäume in voller Blüte standen. Shizuka spielte auf der Trommel und tanzte dazu während sie an Yoshitsune dachte.

In der Zwischenzeit kam Yoshitsunes treuer Vasalle, der echte Sato Tadanobu am Tempel des Yoshino Berges an. Yoshitsune war verwirrt da der Tadanobu, der vor ihm stand, nicht von Shizuka begleitet wurde. Dann kündigt ein Diener die Ankunft von Shizuka und (eines anderen) Tadanobu an !

Die Flucht von Yoshitsune und Shizuoka

Japanische Malerei
Japanische Malerei
Fuchs Tadanobu, Shizuka and Yoshitsune
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Yoshitsune begrüsste Shizuka allein und fragte sie nach ihrem Begleiter Tadanobu. Shizuka war wie vom Schlag getroffen als sie Sato Tadanobu mit Yoshitsune sah. Yoshitsune und Sato Tadanobu versteckten sich hinter einem Paravent. Shizuka spielte die Trommel und (Fuchs) Tadanobu erschien. Als Shizuka ihn fragte, wer er wirklich sein, verwandelte er sich in seine wirkliche Form eines Fuchses. Er erzählte Shizuka, dass die Trommel, die sie trug, aus der Haut seiner Eltern gemacht war und dass er seinen Eltern gerne nahe sein würde.

Jetzt erschien Yoshitsune und spricht freundlich mit dem Fuchs Tadanobu, dankt ihm für seine Fürsorge und seinen Schutz von Shizuka. Dann gab er ihm die Trommel als Geschenk. Tadanobu war überwältigt vor Freude. Er warnte Yoshitsune, dass die Truppen des Feindes (Yoshitsunes Bruder) bereits sehr nahe am Tempel waren und bot sein magisches Fuchs Feuer an um die feindlichen Truppen zu verhexen damit Yoshitsune und Shizuka entkommen konnten.

Nachdem Yoritomos Soldaten in einen tiefen Schlaf versunken waren und Yoshitunes Gruppe entkommen war, entschwand der Fuchs Tadanobu mit seiner geliebten Trommel in der Dunkelheit.

Historischer Hintergrund:

Der historische Minamoto Yoshitsune lebte von 1159 bis 1189 als militärischer Führer und heroische Figur in Japan. Als Yoshitsune ein Kind war, wurde er in ein Kloster gesteckt nachdem sein Vater Yoshitomo in einem erfolglosen Aufstand gegen den herrschenden Kiyomori aus dem Tairo Clan getötet worden war. Yoshitsune konnte aus dem Kloster entkommen und schloss sich einer Rebellion an, die von seinem älteren Bruder Yoritomo gegen den Taira Clan angeführt wurde.

Im Jahr 1185 zerstörte Yoshitsune die Taira in der Seeschlacht von Dannoura, auf der Höhe der nördlichen Insel Kyushu. Yoritomo wurde aber auf Yoshitsune argwöhnisch, da dieser eine enge Beziehung zu dem zurück getretenen Kaiser Go-Shirakawa hatte. Gegen Ende des Jahres 1185, als die Feindseligkeit Yoritomos immer mehr wuchs, rebellierten Yoshitsune und sein Onkel Yukiie. Die Rebellion wurde rasch zerschlagen. Yukiie wurde getötet und Yoshitsune floh in den Norden, wo er gefangen genommen und zum Selbstmord gezwungen wurde.

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Literaturquellen für diesen Artikel

  • Aubrey S. Halford and Giovanna M. Halford, "The Kabuki Handbook", published by Charles E.Tuttle Company, Inc., 1998, ISBN 0-8048-0332-3
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