This article in English: The Yasaka Pagoda
Unter den 1600 buddhistischen Tempeln, 400 Shinto-Schreinen, Palästen und Gärten der für die Kultur Japans wichtigsten Stadt Kyoto, gehört die Yasaka-Pagode - auch Hokan-ji Tempel genannt - zu den herausragenden historischen Bauwerken der Stadt. In der japanischen Kunst gehört diese Pagode zu den zentralen Bildgegenständen. Aber auch ihre Erdbeben sichere Konstruktion sorgt bis heute für grosse Aufmerksamkeit.
Die Bilder auf dieser Seite sind link-sensitiv und führen zu weiteren Artikeln zu diesem Thema oder zu anderen Web Sites, die Sie interessieren könnten.
Kyoto gehört zu den ältesten Städten Japans. 794 wurde sie vom Kaiser Kammu unter dem Namen Heian-kyo, was Hauptstadt des Friedens und der Ruhe bedeutet, zur zweiten ständigen Hauptstadt Japans erwählt. Da gab es bereits die Yasaka-Pagode, deren Ursprung auf das Jahr 589 und den Prinzen Shotoku Taishi zurück geht. In Kriegen und Bränden wurde sie immer wieder zerstört, aber auch immer wieder originalgetreu rekonstruiert, so zuletzt 1440 vom Shogun Yoshinori Ashikaga.
Die frühere Geschichte der Yasaka-Pagode ist im Detail nicht eruierbar, doch ist bekannt, dass sie einst häufig von Bränden heimgesucht wurde. 1179 wohl aufgrund von Brandstiftung in der Zwistigkeit zwischen den rivalisierenden Vertretern des Kiyomizu Tempels und des Yasaka-Schreins. Vom Shogun Minamoto Yorimoto 1191 wieder aufgerichtet sind 1291 und 1436 erneute Brände der Yasaka-Pagode verzeichnet.
Auf einer Anhöhe im östlichen Stadtviertel von Kyoto gelegen, ist die Yasaka-Pagode von 46 Metern Höhe ein Blickfang und Wahrzeichen der Stadt. Sie befindet sich zwischen dem Yasaka-Schrein und dem Kiyomizu Tempel und ist von Wohngebäuden umgeben, die bis an den kleinen, sorgfältig angelegten und gepflegten traditionellen Garten der Pagode herangerückt sind.
Das prägnante Erscheinungsbild der Pagode stellt als Motiv für Künstler eine Vielzahl interessanter Ansichten zur Verfügung. Berühmte Künstler wie Teruhide Kato (geb.1936), Clifton Karhu (1927-2007), Oumikichiro Tokuriki (1902-1999), Toshijiro (Nenjiro) Inagaki (1902-1963) oder Takeji Asano (1900-1999) ließen sich davon inspirieren und zu herausragenden Werken animieren.
Dass die Pagode in ihrer Bauweise nicht verändert wurde, verdankt das Holzbauwerk zum Teil auch seiner genialen, Erdbeben sicheren Konstruktion, die bis heute für Fachleute ein praktikables Modell der Bauweise in einer von Erdbeben extrem häufig heimgesuchten Region darstellt.
Jedes der fünf Stockwerke ist darin frei schwingend um einen durchgehenden Kern gelagert. So kann die Pagode jede Erschütterung auffangen und den Bewegungen des Grundes folgen. Vermutlich geht diese Rafinesse auf die Sanierung des Jahres 948 zurück, die wegen einer gefährlichen Neigung der Pagode durchgeführt wurde.
Die Yasaka-Pagode ist den fünf grossen Nyorai geweiht. Sie sind denn auch darin als Skulpturen und auf den Wandgemälden präsent. Der Beiname Tempel Hikan-ji verrät mit seiner Endsilbe, dass es sich um keinen Haupttempel, sondern um einen untergeordneten handelt. Zu unterst begegnet man um die zentrale Achse herum nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet vier Buddha-Statuen in feinster Schnitzarbeit.
Der schmalen, dunklen Treppe im Inneren zu folgen, lohnt sich auf alle Fälle. Dabei sollten nicht nur die Gemälde und Skulpturen Beachtung finden, sondern auch die traditionelle, ornamentalle Bemalung der hochinteressanten Holzkonstruktion. Der Blick aus den winzigen Öffnungen bietet eine weite Aussicht über die moderne Stadt.
rp (August 2007)
Überarbeitet von Dieter Wanczura im Mai 2009
The images on this web site are the property of the artist(s) and or the artelino GmbH and/or a third company/institution. Reproduction, public display and any commercial use of these images, in whole or in part, require the expressed written consent of the artist(s) and/or the artelino GmbH. .
Saturday, February 11, 2012:
Weekly auctions of Japanese prints from the 18th to 21st century.
artelino
art auctions since 2001.
Auctions of Japanese prints.
Please visit our new site for traditional Tibetan rugs and more Himalayan arts and crafts.