This article in English: Surimono
Surimono sind privat herausgegebene japanische Farbholzschnitte. Sie wurden zum Beispiel als Neujahrsgrüsse verschenkt. Surimono unterscheiden sich von kommerziell publizierten Farbholzschnitten.
Die Bilder auf dieser Seite sind link-sensitiv und führen zu weiteren Artikeln zu diesem Thema oder zu anderen Web Sites, die Sie interessieren könnten.
Suri ist das japanische Wort für gedruckt und mono bedeutet Ding - surimono, das gedruckte Ding.
Die Künstler waren weniger von kommerziellen Aspekten aber dafür von den Wünschen der Auftraggeber abhängig. Surimono wurden daher oft als Luxus-Grafiken hergestellt - mit jeder Menge an Gold- und Silberpigmenten, feinem Embossing und mehr an luxuriösen Feinheiten. Und nur das beste Papier wurde verwendet.
Auftraggeber waren vor allem wohlhabende Leute. Eine weitere Gruppe waren Dichter, die Aufträge für Surimonos zur Verteilung in ihren Dichter Clubs vergaben.
Surimono wurden als Neujahrsgrüsse, zur Kirschblüte und für besondere Anlässe wie Ankündigungen und als Geschenke verwendet.
Die typische Surimono Grafik Grösse ist shikishiban, eine beinahe quadratische Grösse von ungefähr 8 x 9 inches (20.5 x 23 cm).
Die meisten Ukiyo-e Künstler schufen auch Surimono. Ukiyo-e Grafiken waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mehr als Handwerk als als Kunst verstanden worden. Warum also sollte ein Künstler einen Auftrag ablehnen ? Einige Künstler waren im Surimono Genre besonders aktiv. Gakutei (1768-1868), Hokkei (1780-1850), Shinsai (1764-1820) und Hokusai (1760-1849) sollten erwähnt werden.
Surimono reichen bis ca. 1760 zurück und waren bis ungefähr gegen Ende der Edo Periode (1868) in Gebrauch. Die Blütezeit für Surimono war die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Eigentlich alles. Gefragt waren Glückssymbole, die Tierkreiszeichen, Tiere oder Blumen, historische Begebenheiten und Kabuki Szenen. Surimono haben oft sehr viel Text, können aber auch nur eine Bilddarstellung haben.
In den meisten Fällen sind es kurze Gedichte, die in alten japanischen Schriftzeichen niedergeschrieben sind. Die alten Schriftzeichen sind schwer zu lesen. Um die Gedichte lesen zu können, braucht man einen wissenschaftlich geschulten Experten für alte japanische Schriften. Ein heutiger Durchschnittsjapaner kann sie nicht lesen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts griffen einige Verleger die alten Surimonos von Künstlern wie Gakutei oder Hokkei des frühen 19. Jahrhunderts wieder auf, ließen neue Blöcke schnitzen und druckten sie in Auflagen von 50 oder 100 Stück. Diese Surimono Grafiken wurden vorwiegend an Touristen aus dem Westen verkauft. Sie sind gut gemacht und der einzige Unterschied liegt im Papier, das nicht so weich ist wie das hosho Papier von 1820. Und so wie die Originale, sind diese Surimonos oft mit allem Luxus wie 'blind printing' oder Gold- und Silberpigmenten ausgestattet.
Für einige dieser Meiji Kopien existieren die Originale nicht mehr, was sie natürlich noch interessanter macht. Die Meiji Kopien sind von A bis D je nach Qualität des Drucks eingestuft wobei A die beste und D die schlechteste Wertung ist. Vor allem die luxuriös ausgestatteten A-Kopien sind zu einem anerkannten Sammlergebiet geworden.
Dieter Wanczura
(Juli 2001, überarbeitet April 2009)
The images on this web site are the property of the artist(s) and or the artelino GmbH and/or a third company/institution. Reproduction, public display and any commercial use of these images, in whole or in part, require the expressed written consent of the artist(s) and/or the artelino GmbH. .
Saturday, February 11, 2012:
Weekly auctions of Japanese prints from the 18th to 21st century.
artelino
art auctions since 2001.
Auctions of Japanese prints.
Please visit our new site for traditional Tibetan rugs and more Himalayan arts and crafts.