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Surimono

Surimono I
Japanische Holzschnitte - Home
Japanische Holzschnitte - Home
von Sadakage Utagawa active ca. 1818-44
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This article in English: Surimono

Surimono sind privat herausgegebene japanische Farbholzschnitte. Sie wurden zum Beispiel als Neujahrsgrüsse verschenkt. Surimono unterscheiden sich von kommerziell publizierten Farbholzschnitten.

Die Bilder auf dieser Seite sind link-sensitiv und führen zu weiteren Artikeln zu diesem Thema oder zu anderen Web Sites, die Sie interessieren könnten.

Surimono - was es bedeutet

Suri ist das japanische Wort für gedruckt und mono bedeutet Ding - surimono, das gedruckte Ding.

Der Unterschied von Surimono zu Ukiyo-e

Die Künstler waren weniger von kommerziellen Aspekten aber dafür von den Wünschen der Auftraggeber abhängig. Surimono wurden daher oft als Luxus-Grafiken hergestellt - mit jeder Menge an Gold- und Silberpigmenten, feinem Embossing und mehr an luxuriösen Feinheiten. Und nur das beste Papier wurde verwendet.

Die Auftraggeber

Surimono II
Ukiyo-e - Artikel
Ukiyo-e - Artikel
von Hokkei Totoya 1780-1850
copyright protected

Auftraggeber waren vor allem wohlhabende Leute. Eine weitere Gruppe waren Dichter, die Aufträge für Surimonos zur Verteilung in ihren Dichter Clubs vergaben.

Gelegenheiten für Surimono

Surimono wurden als Neujahrsgrüsse, zur Kirschblüte und für besondere Anlässe wie Ankündigungen und als Geschenke verwendet.

Typische Grössen

Die typische Surimono Grafik Grösse ist shikishiban, eine beinahe quadratische Grösse von ungefähr 8 x 9 inches (20.5 x 23 cm).

Welche Künstler machten Surimono ?

Die meisten Ukiyo-e Künstler schufen auch Surimono. Ukiyo-e Grafiken waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mehr als Handwerk als als Kunst verstanden worden. Warum also sollte ein Künstler einen Auftrag ablehnen ? Einige Künstler waren im Surimono Genre besonders aktiv. Gakutei (1768-1868), Hokkei (1780-1850), Shinsai (1764-1820) und Hokusai (1760-1849) sollten erwähnt werden.

Wann waren Surimono populär ?

Surimono III
Japanisches Neues Jahr - Artikel
Japanisches Neues Jahr - Artikel
von Gakutei Yashima 1786-1868
copyright protected

Surimono reichen bis ca. 1760 zurück und waren bis ungefähr gegen Ende der Edo Periode (1868) in Gebrauch. Die Blütezeit für Surimono war die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Welche Themen findet man ?

Eigentlich alles. Gefragt waren Glückssymbole, die Tierkreiszeichen, Tiere oder Blumen, historische Begebenheiten und Kabuki Szenen. Surimono haben oft sehr viel Text, können aber auch nur eine Bilddarstellung haben.

Was bedeuten die Texte ?

In den meisten Fällen sind es kurze Gedichte, die in alten japanischen Schriftzeichen niedergeschrieben sind. Die alten Schriftzeichen sind schwer zu lesen. Um die Gedichte lesen zu können, braucht man einen wissenschaftlich geschulten Experten für alte japanische Schriften. Ein heutiger Durchschnittsjapaner kann sie nicht lesen.

Was sind Meiji A,B,C,D-Kopien ?

Surimono IV
artelino - Kunstauktionen
artelino - Kunstauktionen
von Kuninao Utagawa 1793-1854
copyright protected

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts griffen einige Verleger die alten Surimonos von Künstlern wie Gakutei oder Hokkei des frühen 19. Jahrhunderts wieder auf, ließen neue Blöcke schnitzen und druckten sie in Auflagen von 50 oder 100 Stück. Diese Surimono Grafiken wurden vorwiegend an Touristen aus dem Westen verkauft. Sie sind gut gemacht und der einzige Unterschied liegt im Papier, das nicht so weich ist wie das hosho Papier von 1820. Und so wie die Originale, sind diese Surimonos oft mit allem Luxus wie 'blind printing' oder Gold- und Silberpigmenten ausgestattet.

Für einige dieser Meiji Kopien existieren die Originale nicht mehr, was sie natürlich noch interessanter macht. Die Meiji Kopien sind von A bis D je nach Qualität des Drucks eingestuft wobei A die beste und D die schlechteste Wertung ist. Vor allem die luxuriös ausgestatteten A-Kopien sind zu einem anerkannten Sammlergebiet geworden.

Dieter Wanczura
(Juli 2001, überarbeitet April 2009)

Literaturquellen

  • "Poetry & Image in Japanese Prints", by Charlotte von Rappard-Boon and Lee Bruschke-Johnson, Hotei Publishing, Leiden, Rijksmuseum, Amsterdam, ISBN 90-74822-34-7
  • "Egoyomi and Surimono", by Matthi Forrer, J.C. Gieben, Publisher, Uithoorn, 1979 Amsterdam, ISBN 90-70265 01 X
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