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Samurai

Samurai, ca. 1810
Samurai, ca. 1810
von Toyohiro Utagawa 1773-1828

This article in English: Japanese Samurai

Samurai ist das Wort f�r eine japanische Krieger Kaste und f�r ein Mitglied dieser Kaste. Samurai wurden in zahlreichen Filmen, B�chern, Comics, Fersehfilmen und Theaterspielen glorifiziert. Sie sind eine Quelle der Faszination f�r Erwachsene und Kinder auf der ganzen Welt.

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Die Urspr�nge der Samurai Klasse

Die japanische Samurai Kaste entstand im 12. Jahrhundert, als zwei m�chtige japanische Clans heftige Kriege gegeneinander f�hrten - die Taira und die Minamato. Zu dieser Zeit entstand auch das japanische Shogunat, ein System milit�rischer F�hrer, der Shogun. Unter dem Shogun war die n�chst niedrigere Hierarchie der Daimyo, lokalen Herrschern, die den europ�ischen F�rsten vergleichbar sind. Die Samurai waren die milit�rischen Diener eines Daimyo .

Vermutlich haben Sie das Wort Ronin schon mal gelesen oder geh�rt. Ronin sind Samurai ohne einen Herren. Genau das war das Schicksal der 47 Ronin in der ber�hmten Geschichte von Chushingura, nachdem ihr Daimyo gezwungen wurde, Selbstmord zu begehen.

Nach Ansicht von Historikern waren die heftigen K�mpfe zwischen feindlichen Clans und Kriegsherren haupts�chlich ein Kampf um bewirtschaftbares Land. Nur 20 Prozent von Japans gebirgiger und zerkl�fteter Landschaft kann f�r landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden.

Attribute und Privilegien der Samurai

Samurai zu Pferd
Samurai zu Pferd
von Keishu Takeuchi 1861-1942

Die Samurai hatten einige weitreichende Privilegien. Sie durften zwei Schwerter tragen - ein langes und ein kurzes. Gew�hnliche B�rger durften �berhaupt keine Waffen tragen. Es gab sogar Zeiten, als ein Samurai das Recht hatte, einen gew�hnlichen B�rger zu enthaupten, wenn ihn dieser beleidigte.

Innerhalb der Samurai Kaste gab es wiederum verschiedene R�nge mit unterschiedlichen Privilegien. Eine Rangordnung aus dem zw�lften Jahrhundert unterschied drei Klassen von Samurai.

  • Kenin - was soviel wie "Hausm�nner" bedeutet. Sie waren die Verwalter oder die Vasallen.
  • Berittene Samurai - nur Samurai in hohem Rang war es erlaubt zu Pferde zu k�mpfen.
  • Fu�soldaten

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts, hatte das Shogunate Ashikaga die Kontrolle �ber das Land verloren. M�chtige Feudalherren hatten Japan in einer Reihe von B�rgerkriegen verw�stet, die ungef�hr 100 Jahre lang dauerten. Als Toyotomi Hideyoshi Japan schlie�lich vereinigen konnte, f�hrte er eine Reihe von Reformen ein, die das Leben der Samurai Klasse �nderte. Er veranlasste, dass die Samurai ihren festen Wohnsitz in den Burgen hatten. Zuvor hatten die Samurai in Friedenszeiten ihr eigenes Land bewirtschaftet. Dieser Schritt war vergleichbar mit der Umwandlung einer Armee von Wehrdienstpflichtigen in eine Armee von Berufssoldaten. Um das neue System zu finanzieren, f�hrte Toyotomi Hideyoshi ein Reisbesteuerungsystem ein, unter dem jeder Samurai eine bestimmte Menge Reis abh�ngig von seinem Rang erhielt.

Die Samurai Klasse hatte einen Verhaltens Codex namens Bushido, was soviel hei�t wie "Weg des Kriegers". Der zentrale Punkt der Bushido Lehre war die v�llige Loyalit�t gegen�ber dem eigenen Herrn, dem Daimyo.

Die Zugeh�rigkeit zur Samurai Klasse wurde vererbt.

Seppuku

Samurai Krieger in voller R�stung
Samurai Krieger in voller R�stung
von Yoshitoshi Taiso 1839-1892

Seppuku ist ein ritueller Selbstmord und wurde als ehrenhafter Tod angesehen. Seppuku war ein Teil des Bushido. Hara-kiri bedeutet wortw�rtlich "Magen-Aufschneiden" und war die praktizierte Form von seppuku. Au�erhalb einer Schlacht wurde es in einer formalen Zeremonie durchgef�hrt. Bei dem Ereignis waren sogar Zuschauer zugegen. Die Handlung war schmerzlich. Die Person, die hara-kiri beging, musste von unten ansetzend den Magen aufschneiden. Nachdem das vollbracht war, streckte der Selbstm�rder den Hals nach vorne. Ein Assistent wartete hinter ihm und musste den Selbstm�rder mit einem Schlag seines Samurai Schwertes enthaupten.

Die Anl�sse f�r Seppuku standen immer im Zusammenhang mit dem was Japaner als Ehre und Schande verstanden. Ein Anlass f�r Seppuku war der Tod des eigenen Herrn. Es war ein Ausdruck der Trauer �ber den Tod des Herrn und zugleich die extremste Bekennung zur v�lligen Loyalit�t gegen�ber dem Herrn. Andere Gr�nde waren Bestrafung. Seppuku konnte auch Ausdruck des pers�nlichen Widerspruchs mit dem eigenen Herrn sein. Ein h�ufiger Grund f�r Hara-kiri war eine verlorene Schlacht. Man wollte damit der Schande entgehen in die H�nde des Feindes zu fallen.

Der rituelle Selbstmord wurde nicht von allen hochrangigen japanischen Herrschern akzeptiert. Im Jahre 1603 und erneut im Jahr 1663 wurde es sogar offiziell verboten. Es wurde aber trotz des Verbots weiterhin praktiziert.

Die Idee, dass ein achtbarer Tod besser ist, als ein Leben in Schande lebt bis in die heutigen Tage in Japan fort. Japan hat die h�chste Rate von Selbstmorden in der Welt. Japaner t�ten sich f�r misslungene Gesch�fte oder weil sie ein Examen nicht bestanden haben.

Niedergang und Ende der Samurai Klasse

W�hrend des Shogunate der Tokugawa von 1603 bis 1867 - bekannt als die Edo Periode - lebte das Land im Frieden. Die Samurai Kriegerklasse war ohne Besch�ftigung. Deshalb �bernahmen sie andere Aufgaben, in der B�rokratie zum Beispiel.

Im Jahre 1867 dankte der letzte Shogun ab und der Kaiser wurde nach Jahrhunderten wieder als tats�chlicher Herrscher Japans eingesetzt. Im Jahre 1871 wurden das alte Feudalsystem und die Privilegien der Samurai Klasse offiziell abgeschafft. Die Daimyo mussten das Land dem Kaiser zur�ckgeben. Sie und die Samurai erhielten Pensionen vom japanischen Staat und wurden quasi in Rente geschickt.

Historiker sch�tzen den Prozentsatz der Samurai Klasse an der Gesamtbev�lkerung auf 8 Prozent. Die Abschaffung der Samurai Klasse f�hrte zu erheblichen sozialen Problemen. Viele konnten ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Es gab F�lle, in denen Samurai Frauen sich an Bordelle verkauften, um die Familie zu ern�hren.

Die Satsuma Rebellion 1876-1877

Tanzender Samurai
Tanzender Samurai
von Sadahide Utagawa 1807-1873

Viele Samurai waren mit ihrer Situation und dem Verlust ihrer ehemaligen Privilegien �u�erst unzufrieden. Sie sammelten sich unter Saigo Takamori, Einem Samurai und Staatsmann aus der s�dlichen Region der Insel Kyushu. Saigo hatte f�r die neue Meiji Regierung sogar in einer f�hrenden Position gearbeitet. Aber nach einigen Jahren opponierte er gegen die politischen Reformen der Meiji Regierung. Er beendete seinen Dienst und scharte um seinen Wohnsitz Kyushu eine Gruppe von Samurais, die der zentralen kaiserlichen Regierung feindlich gegen�ber standen.

Im Jahre 1877 kam es zur offenen Auseinandersetzung. Die Rebellen wurden von Saigo Takamori angef�hrt. Es war ein Zusammentreffen traditioneller Samurai Waffen gegen eine moderne Armee, die mit westlicher Technologie ausger�stet und in moderner Kriegsf�hrung ausgebildet war. Die Samurai Rebellen k�mpften tapfer aber wurden innerhalb weniger Monate aufgerieben. Saigo Takamori wurde verwundet und beging nach Samurai Tradition Selbstmord.

Saigo Takamori wurde f�r die Japaner zur Symbolfigur des legend�ren Helden. Der siegreiche Kaiser traf eine weise Entscheidung. Er begnadigte Saigo posthum.

Samurai im modernen Japan

Obgleich Samurai keinen amtlichen Status im heutigen Japan haben, geniessen die Nachkommen der Samurai Familien nach wie vor eine hohe Achtung unter der japanischen Bev�lkerung.

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