This article in English: Pablo Picasso - Part II
Picasso wechselte seine Gefährtinnen mindestens so oft wie seinen Malstil. Das Verhältnis mit Frauen beeinflusste seine Stimmung und sogar seinen Kunststil. Der Wechsel von der Blauen Periode zur Rosa Periode war vermutlich das Ergebnis seiner Begegnung mit Fernande Olivier, seiner ersten Gefährtin. Picasso fertigte im Laufe seines Lebens zahlreiche Porträts seiner Frauen, Freundinnen und Kinder an.
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Aus copyright Gründen können wir Ihnen hier keine Grafiken oder Bilder von Picasso zeigen. Statt dessen zeigen wir Ihnen hier Grafiken der mongolischen Künstlerin Shan Dan, Jahrgang 1954.
Während der frühen Jahre in Paris lebte er mit Fernande Olivier sieben Jahre lang zusammen. Während des 1. Weltkriegs von 1914 bis 1918 arbeitete Picasso in Rom, wo er seine erste Frau kennenlernte, Olga Koklova, eine russische Ballett-Tänzerin. Im Jahr 1927 traf er Marie Thérèse Walther, die damals 17 Jahre alt war und begann mit ihr ein Verhältnis.
1936 trat eine weitere Frau, Dora Maar - eine Fotografin - in sein Leben. Im Jahr 1943 lernte er eine junge Malerin kennen, Francoise Gilot. Im Jahr 1947 brachte sie Claude und 1949 Paloma zur Welt, Picassos drittes und viertes Kind. Seine letzte Gefährtin war Jacqueline Roque. Er lernte sie 1953 kennen und heiratete sie 1961.
Im Jahr 1965 musste sich Picasso einer Prostata-Operation unterziehen. Nach einer Periode der Erholung konzentrierte er sich auf Zeichnungen und eine Serie von 347 Radierungen. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme schuf er während seiner letzten Lebensjahre noch eine Reihe von Gemälden. Am 8.April 1973 starb er im Alter von 91 Jahren.
"Ich denke ständig an den Tod. Sie ist die einzige Frau, die mich nie verlässt."
Picasso war nicht nur ein produktiver, sondern auch sehr vielseitiger Grafiker im Gebrauch einer großen Anzahl verschiedener Techniken. Er schuf Lithographien, Radierungen, Kaltnadelradierungen, Linoleumschnitte, Holzschnitte und Aquatint Grafiken. Immer auf der Suche nach etwas Neuem, experimentierte er mit den verschiedenen Techniken. Viele seiner grafischen Arbeiten sind Mischtechniken.
Picasso schuf seine ersten Grafiken im Jahr 1912 - eine Serie von 15 Radierungen, Les Saltimbanques, von dem Kunsthändler Vollard im Jahr 1913 aufgelegt. Mehr graphische Arbeiten wurden in den frühen 30-iger Jahren geschaffen. Aber die Mehrzahl der graphischen Werke von Picasso entstand erst nach dem zweiten Weltkrieg.
Wie Marc Chagall, arbeitete auch Picasso mit dem Atelier Mourlot zusammen - einem Kunstverlagshaus mit Druckereiwerkstatt in Paris. Picasso schuf zwischen 1945 und 1949 ungefähr 200 Lithografien in enger Zusammenarbeit mit Henri Deschamps, einem professionellem Drucker aus dem Mourlot Studio.
Über Picasso gibt es eine Unzahl von Büchern und Artikeln mit Anekdoten, Zitaten und Interviews von Picasso. Dichtung und Wahrheit sind oft schwer auseinander zu halten. Picasso schien es ziemlich gleichgültig gewesen zu sein, was die Presse über ihn schrieb. Hauptsache sie schrieb etwas über ihn. Ob intuitiv oder mit sorgfältiger Planung, Picasso war jedenfalls ein Marketing Genie, das es verstand zu Lebzeiten seine eigene Legende zu spinnen.
Picasso hatte einen sehr gesunden Sinn für die geschäftliche Seite. Er zahlte sogar kleine Beträge gerne mit Schecks:
"Die Leute behalten meinen Scheck lieber wegen meiner berühmten Unterschrift als ihn einzulösen." Picasso genoss es berühmt und reich zu sein. Er war charmant und witzig und hatte seinen Spaß daran zu provozieren und die Öffentlichkeit ein wenig an der Nase zu führen.
Nachdem Picasso eine Ausstellung mit Kinderzeichnungen besucht hatte:
"Als ich so alt war, konnte ich malen wie Raphael. Aber ich brauchte ein Leben lang um so zu malen wie die Kinder."
Picasso über Kunst:
"Sie wollen von mir wissen was Kunst ist ? Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich behalten."
Picasso über abstrakte Kunst:
"Sowas wie abstrakte Kunst gibt es nicht. Man muss immer mit etwas anfangen. Später kann man dann alle Spuren der Realität verwischen."
Picasso schuf während seines Lebens ungefähr 20.000 Kunstobjekte - genug um den Kunstmarkt für seine Werke in Bewegung zu halten.
Picassos Grafiken sind ein reicher Jagdgrund für Kunstfreunde. Die Preise variieren erheblich je nach Auflagenhöhe und ob die Grafik signiert ist, nach Alter und nach dem Thema. Im Jahr 1999 wurde ein Aquatint von Picasso - La Femme au Tambourin - signiert und als 30/30 numeriert bei Christies in New York für $376,500 versteigert.
Aber Sie können eine originale Grafik von Picasso auch bereits für ein paar hundert Euros kaufen - natürlich von einer hohen Auflage und unsigniert und von einem anderen Grafiker nach Picasso gefertigt. Diese Grafiken wurden oft nach Zeichnungen von Picasso angefertigt und mit Zustimmung oder wenigstens Kenntnis des großen Meisters aufgelegt. Einige tragen seine Signatur in der Platte, andere haben keinerlei Signatur. Solche Grafiken mögen unter dem Aspekt der Geldanlage sicher nicht die erste Wahl sein. Aber es ist eine gute Gelegenheit für Kunstliebhaber ein originales Kunstwerk von Picasso zu erwerben ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen.
Dieter Wanczura
(Mai 2001, überarbeitet April 2009)
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Ingo F. Walther, "Picasso", Benedikt Taschen Verlag GmbH, 1999, Köln, ISBN 3-8228-6371-8.
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Saturday, February 11, 2012:
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