
This article in English: Natori Shunsen - Biography
Natori Shunsen war der letzte Ukiyo-e Künstler, der Schauspielerportraits in traditioneller japanischer Manier schuf. Zugleich war er einer der wichtigsten Künstler der Shin Hanga Bewegung. Sein Leben nahm ein tragisches Ende. Im Jahr 1960 nahmen sich Natori Shunsen und seine Frau am Grab ihrer verstorbenen Tochter das Leben.
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Natori Shunsen wurde in Tokyo mit dem Namen Yoshinosuke geboren. Er studierte traditionelle japanische Malerei - Nihonga - als Schüler von Kubota Beisen und an der Tokyo Akademie der Schönen Künste. Nach Abschluss seiner künstlerischen Ausbildung erhielt Natori eine Anstellung bei einer renommierten Zeitung in Tokyo als Illustrator.
Zusätzlich zu seinem Job als Illustrator, begann Shunsen seine Bilder in Galerien in Tokyo auszustellen. In einer dieser Ausstellungen entdeckte der Verleger und Mentor der Shin Hanga Bewegung, Watanabe Shozaburo den Künstler. Watanabe überzeugte ihn, es mit der Technik des Farbholzschnitts zu versuchen.
Watanabe veröffentlichte mehrere Einzelblätter und Serien von Natori Shunsen Schauspieler-Grafiken. Shunsen arbeitete aber auch für andere Verleger, Kato Junji und Kikuchi Yoshimaru. Die wichtigsten Serien des Künstlers sind:
Ausser den Schauspieler-Grafiken machte Shunsen auch mehrere Bijin-ga - Bilder schöner Frauen.
Im Jahr 1958 starb Shunsens Tochter an Lungenentzündung im Alter von nur 22 Jahren. Natori und seine Frau kamen über den Tod ihrer geliebten Tochter nicht hinweg. Zwei Jahre später verübten sie am Grab ihrer Tochter Selbstmord durch Vergiften.
Die Tendenz zum Selbstmord aus Gründen, die für die Logik westlichen Denkens nicht nachvollziehbar sind, ist nicht nur ein häufiges Thema in Kabuki Stücken, sondern bis heute ein Faktum im japanischen Leben. Japan hat die höchste Selbstmordrate in der Welt.
Natori Shunsen Grafiken wurden in kleinen limitierten Auflagen von beispielsweise 150 Stück für Shunsen nigao-e shu aufgelegt und in einem Subskriptionsverfahren verkauft. Dies macht diese Farbholzschnitte heute für Sammler selten und teuer. Vor allem die Schauspielerportraits aus den zwanziger Jahren werden als zu den besten japanischen Grafiken des 20. Jahrhunderts zählend betrachtet.
Dieter Wanczura
(Mai 2002, überarbeitet Mai 2009)
Helen Merritt and Nanako Yamada, "Guide to Modern Japanese Woodblock Prints: 1900-1975", published by University of Hawaii Press, Honolulu, ISBN 0-8248-1732-X.
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Monday, February 08, 2010:
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