This article in English: About Kuchi-e
Kuchi bedeutet in der japanischen Sprache Mund und e steht für Bild. Aber was sind Mund-Bilder ? Nun - das waren populäre Titelbilder für Romane oder Beilagen in Zeitschriften, die von ca. 1895 bis etwa 1915 in Gebrauch waren.
Kuchi-e werden auch Sashi-e genannt.
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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Lesen für die meisten Japaner zum Allgemeingut geworden. Aber viele konnten nicht sehr gut lesen. Die Kuchi-e waren für diese Leute eine visuelle Hilfe und zugleich eine Verkaufsunterstützung für das Produkt. Diejenigen die sich keine Bücher leisten konnten, liehen sie in privaten Buchhandlungen aus. Unter den Kunden der Leihbüchereien waren die Frauen in der Mehrzahl. Die größte Zeitschrift mit Kuchi-e Beilagen war Bungei Kurabu.
Kuchi-e sind originale Farbholzschnitte - von Hand in der alten japanischen Tradition gedruckt. Kuchi-e standen in Konkurrenzkampf mit lithographischen und photomechanischen Verfahren und waren deshalb aufs Feinste gemacht - oft als Luxusdruck mit so aufwendigen Techniken wie Mica oder Reliefdruck.
Typische Größen von Kuchi-e:
Abhängig von der Größe wurden Kuchi-e ein- oder zweimal gefaltet um in die Zeitschrift oder das Buch zu passen.
Kuchi-e sollten den Kern einer Geschichte in einem Bild zum Ausdruck bringen und sie sollten helfen das Produkt zu verkaufen. Und Schönheit verkauft sich gut und Hässlichkeit nicht. Und - man ahnt es - was gäbe es Schöneres als Frauen ! Somit war das wichtigste Motiv Bijin-ga - Bilder schöner Frauen. Im übrigen waren viele der Romane romantische Geschichten.
Die meisten der großen Künstler jener Zeit schufen Kuchi-e - aus einem recht einleuchtenden Grund. Es war zu jener Zeit eine der wenigen Möglichkeiten für einen Künstler ein verlässliches Einkommen zu erzielen. Kiyokata Kaburagi ist ein gutes Beispiel. Zu Beginn seiner Karriere hätte er als Maler finanziell nicht überleben können. Die traditionellen Beschäftigungsfelder für Ukiyo-e Künstler, Blockschnitzer und Drucker waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Erfolg der Fotografie und fotomechanischer Druckverfahren ziemlich dezimiert worden.
Hier eine kleine Liste typischer Kuchi-e Künstler.
Kuchi-e wurden in der Vergangenheit von Sammlern vernachlässigt. Das ändert sich jetzt - aber langsam. Deshalb sind Kuchi-e noch nicht zu teuer.
Kuchi-e bieten attraktive Motive, sind oft aufwendig gedruckt und zumeist in gutem Zustand. Die Farben der Kuchi Bilder haben weder das Problem des Verblassens der Pflanzenfarben (die für Holzschnitte aus der Edo Zeit verwendet wurden) noch das Problem des Auslaufens (vor allem das Rot) der schlechten Anilin Farben aus der frühen Meiji Zeit.
Langer Rede kurzer Sinn - Sammler erhalten für Ihr Geld eine "stattliche Menge" an Farbholzschnitt.
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Saturday, February 11, 2012:
Weekly auctions of Japanese prints from the 18th to 21st century.
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