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Eine Reise durch das winterliche Japan - dargestellt an Farbholzschnitten. Vortrag von Dr. Andreas Grund, Januar 2002 Rotary-Club Darmstadt-Kranichstein - Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung des Autors; copyright Dr. Andreas Grund.
Von Norden kommend, müssen mehrere Flüsse überquert werden. Hier, am Sumida, liegt ein malerischer Schrein, kaum hinter den verschneiten Bäumen sichtbar, versteckt. Im Hintergrund dieses Bildes von Koitsu geht es wesentlich weltlicher zu, wie Lagerhäuser und der aufragende Gasometer verdeutlichen. Nicht weit entfernt, überqueren wir den nächsten Fluß, den Edogawa über eine kleine geschwungene Holzbrücke. Diese Bild ist komplett in Blautönen gehalten, auf japanisch ein so-genanntes aizuri-e. Zwei Geishas in schönen Kimonos, auf ihren hohen hölzernen Geta Sandalen, geschützt durch lackierte Papierschirme begleiten uns auf diesem Weg in die Stadt hinein.
Wir passieren im nördlichen Stadtteil Asakusa den Asakusa Kannon-do, dessen riesige rote Papierlaternen auch heute, 150 Jahre nach Enstehung dieses Holzschnittes, viele Besucher anlocken. Die Pagode im Hintergrund rechts fiel einst einem Feuer zu Opfer, man hat sie wieder errichtet, aber auf der gegenüberliegenden Seite der zentralen Tempelanlage. Ganz in der Nähe, in Ueno liegt der Kiyomizudo, ein prächtiger roter Tempel, den wir bei heftigem Schneetreiben passieren (Abbildung auf der Titelseite).
An der Kajun-Brücke treffen wir auf ein Gebäude, dessen Inhaber zur Entstehung des Bildes um 1881 sicher nicht wußten, daß man später einmal den Status der größten Bank der Welt einnehmen würde - die Daiichi Kangyo Bank. Die Dame im Vordergrund mit dem gelben Schirm nimmt vorweg, was heute bei der jüngeren Generation welt-weit zum Normalfall geworden ist - sie trägt eine Werbebotschaft auf ihrem Schirm.
Einige Schritte weiter passieren wir die Japan-Brücke, die Nihonbashi. Ihre Lage ist quasi der Angelpunkt der Nation. Entfernungen und Wegweiser landesweit deuten nicht etwa auf die Distanz zu Tokyo hin, sondern auf Nihonbashi. Das Bild ist Ende der zwanziger Jahre entstanden. Die Straßenbahn ist längst verschwunden und wurde ab 1936 durch eine Untergrundbahn ersetzt. Die Brücke selbst existiert noch, wird aber von der mächtigen Hochtrasse der Stadtautobahn buchstäblich in ein Schattendasein verdammt. Die schweren, schmiedeeisernen Laternen haben überdauert.
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Thursday, May 17, 2012: Online auctions of Japanese prints and contemporary Chinese art. artelino art auctions since 2001. See our Auction Catalogs.
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