
This article in English: Japanese Tea Ceremony
Der Kult der Teezeremonie gelangte bereits im 8. Jahrhundert von China nach Japan. So richtig populär wurde sie aber erst im 16. Jahrhundert, als sich während der Momoyama Epoche eine verfeinerte und stilisierte Art der Umgangsformen innerhalb der Klasse der Aristokraten und Samurai entwickelt hatte.
Die Teezeremonie wird in der japanischen Sprache chanoyu oder sado genannt. Der bittere Tee, der dabei serviert wird, wird matcha genannt. Was ist die japanische Teezeremonie ? - im großen und ganzen ein choreographisches Ritual der Zubereitung und des Servierens von Tee zusammen mit kleinen Süssigkeiten. Jede Bewegung ist genau vorgeschrieben. Der ganze Vorgang dreht sich nicht um das Schlürfen von Tee sondern um Ästhetik.
Die richtige Ausführung der Teezeremonie erfordert ein jahrelanges Training und den Gebrauch von verschiedenen Utensilien wie dem Chasen, einem Bambus Pinsel.

Die Teezeremonie wird als eigenständige Kunstform betrachtet. Aber sie hatte auch ganz handfeste Auswirkungen auf die Künste und das Kunsthandwerk. Dank der Teezeremonie blühte das Handwerk der Porzellan Herstellung.
Der große Meister der japanischen Teezermonie war Sen no Rikyu, der von 1522 bis 1591 lebte. Seitdem wurde die Kunst des sado von Generation zu Generation weiter vererbt und in verschiedenen Schulen gehegt und gepflegt. Diese Schulen existieren noch bis in unsere heutige Zeit. Jede Schule hat leicht unterschiedliche choreographische Formen. Die wichtigsten Schulen sind Ura, Omote und Mushakoji.
Im modernen Japan von heute gehen die Meinungen über die Tee Zeremonie auseinander. Viele betrachten sie als Teil ihres kulturellen Erbes. Das Interesse chanoyu als Hobby zu lernen, ist groß. Aber es gibt auch viele, vor allem junge Japaner, die die Teezeremonie lediglich als öde und langweilig ansehen.
Dieter Wanczura
(April 2002, überarbeitet April 2009)
Die japanische Teezeremonie ist ein häufiges Thema auf japanischen Grafiken ( ukiyo-e). Hier sind einige schöne Beispiele.
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Saturday, February 11, 2012:
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