This article in English: Japanese Art History
Die Epochen der Japanischen Kunstgeschichte sind fast alle nach den Orten benannt, an denen sich jeweils der Sitz der Regierung befand.
Archäologen nennen als die frühesten Siedler auf der japanischen Insel den Stamm der Ainu. Nach und nach wurden die Ainu von dem Volk der Jomon (circa 11,000 - ca. 300 BC) nach Norden verdrängt. Um 600 vor Christus wurde nach alten Legenden und chinesischen Aufzeichnungen Jimmu zum ersten Kaiser Japans ernannt. Um 350 vor Christus drang das Volk der Yayoi in Japan ein. Übrigbleibsel aus dieser Epoche sind Tongefässe und Tonfiguren. Kupfer und Bronze waren bereits im Gebrauch und wurden für Waffen und religiöse Gegenstände wie Glocken verwendet.
Diese Epoche wird auch die Tumulus oder die Haniwa Epoche genannt. Haniwa ist der Name für eine typische Art von Tonfiguren, die man auf Gräbern gefunden hat. Andere bekannte Artefakte aus dieser Zeit sind Spiegel aus Bronze. Im Jahr 363 eroberte der Kaiser Jingo Teile von Korea.
Im Jahr 552 kam der Buddhismus von China nach Japan. Dies hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der japanischen Kunst. Mit dem Buddhismus kamen die hoch entwickelte chinesische Kultur und neue Techniken in den Künsten und der Architektur nach Japan. Im Jahr 604 wurde die erste japanische Verfassung eingeführt. Darin spiegelte sich nach dem chinesischen Vorbild die Idee einer zentralen Herrschaft wider. Bis zum 7. Jahrhundert war der Buddhismus in Japan voll etabliert.
Im Jahr 710 wurde die Stadt Nara in der Provinz Yamato zur Hauptstadt Japans. Unter dem Einfluss des Buddhismus assimilierte Japan den Stil der chinesischen Tang Dynastie. Viele buddhistische Tempel entstanden - vor allem in der Gegend von Nara.
Im Jahr 794 wurde die Hauptstadt nach Heiankyo (jetzt Kyoto) verlegt. Während dieser Epoche entwickelte sich ein eigener japanischer Kunststil. Um das Jahr 1005 schrieb Lady Murasaki Shikibu, eine Hofdame der Kaiserin Akiko, die Erzählungen von Genji Monogatari. Sie werden als der erste Roman in der Weltgeschichte angesehen. Die Erzählungen handeln vom Leben und den Liebesabenteuern des Prinzen Genji.
Im 9. Jahrhundert begannen sich die Kaiser vom Geschäft des Regierens zurück zu ziehen. Die Fujiwara Familie kam an die Macht. Während ihrer Herrschaft, auch bekannt als die Fujiwara Epoche, blühten die japanischen Künste und die japanische Literatur.
Im Jahr 1180 brach zwischen den mächtigen Clans der Minamato und der Taira ein heftiger Krieg aus. Nach ihren Sieg etablierten die Minamato eine neue Regierung in Kamakura. Im Jahr 1192 wurde Yoritomo der erste Shogun. Das Shogunat hatte die Macht im Lande bis zum Rücktritt des letzten Shogun im Jahre 1867. Der kaiserliche Hof in Kyoto hatte nur noch eine rein repräsentative Aufgabe. Diese Verlagerung der Macht vom Adel zur Klasse der Samurai Krieger blieb auch auf die japanische Kunst nicht ohne Einfluss. Realistischere und populäre Kunstformen kamen jetzt in Mode. Die japanische Kalligraphie und die japanische Teezeremonie entstanden.
Im Jahr 1252 wurde die zweitgrößte Buddha Statue in Kamakura als Teil des Kotokuin Tempels der Jodo Sekte errichtet. Die Statue stand ursprünglich in einer großen Halle, die jedoch bei einem Sturm im Jahr 1369 zerstört wurde.
Diese Epoche wird auch die Ashikaga Epoche genannt - nach dem Clan, der die Kontrolle über das Shogunat errang. Die Hauptstadt wurde zurück nach Kyoto, in den Muromachi Distrikt der Stadt, verlegt. Die Entwicklung der japanischen Künste nahm jetzt wieder mehr aristokratische Formen an. Der Zen Buddhismus wurde in Japan populär und beeinflusste die japanischen Künstler und Kunsthandwerker. Viele Aufträge wurden für die Errichtung und die Ausschmückung von Zen Tempeln erteilt.
Der dritte Shogun, Ashikaga Yoshimitsu, erbaute den Kinkakuji Tempel, auch genannt der Goldene Pavillon, und seine Gärten. Die japanische Gartenkunst und Ikebana erreichten ein hohes Niveau an Verfeinerung.
Der Kinkakuji Tempel wurde von der UNESCO zusammen mit 17 weiteren Tempeln in Kyoto auf die Liste großer Weltdenkmäler gesetzt. Im Jahr 1950 wurde der Tempel von einem geisteskranken Wärter niedergebrannt und von Grund auf neu errichtet.
Die Malerei erreichte ein hohes künstlerisches Niveau. Die bekanntesten japanischen Maler waren zwei Mönche, Shubun und Sesshu. Buddhistische Klöster waren während dieser Zeit sehr wohlhabend und mächtig.
Ungefähr um das Jahr 1543 kam der Portugiese Mendez Pinto als erster Europäer nach Japan.
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Saturday, February 11, 2012:
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