This article in English: Japanese Art
Japanische Kunst zeichnet sich durch einige einzigartigen Kunstformen wie Origami, der Kunst des Papierfaltens oder der japanischen Teezeremonie aus. Menschen aus den westlichen Kulturen ist es allgemein unverständlich wie zum Beispiel das Zubereiten und Trinken von Tee eine Kunstform sein kann.
Die Entwicklung der japanischen Kunst wurde durch den Zen Buddhismus und die hochentwickelte chinesische Kultur beeinflusst. Während der Kamakura Epoche 1185-1333 und der Muromachi Epoche 1333-1573 entwickelte sich die japanische Kunst zu einer mehr unabhängigen eigenen Form.
Dieser Artikel ist der erste Teil einer geplanten Serie von kurzen Streifzügen durch die japanische Kunst. Er ist mehr dazu gedacht Sie neugierig zu machen.
Traditionelles japanisches Theater tritt in 2 Formen auf, dem populären Kabuki Theater und dem verfeinerten und raffiniertem Noh Theater.
Das japanische Kabuki Theater wurde von Izumo no Okuni, einer ehemaligen Tempeltänzerin und ihrer weiblichen Truppe um das Jahr 1603 in Kyoto gegründet. Kabuki bedeutet Tanz und Gesang. Kabuki war die bei weitem populärste Form des japanischen Theaters für den Durchschnittsbürger. Da die Kabuki Stücke oft versteckte Kritik an der herrschenden Dynastie der Tokugawa Familie übten, waren sie für die Aristokratie und die Samurai Klasse verboten - zumindest in der Theorie. Kabuki war so populär, dass diese trotzdem reingingen - versteckt hinter Masken und abgeschirmt hinter teuren Logenplätzen mit Sichtschutz.
Die Ursprünge des Noh Theaters gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Zeami (1363-1443) schrieb viele Stücke für das Noh Theater und wird als sein Gründer angesehen.
Japanisches Porzelan wurde im Westen schon immer hoch geschätzt. Schon während der Edo Epoche, als Japan ein isoliertes Land war, das kein Fremder betreten und kein Japaner verlassen durfte, war der Export japanischen Porzelans ein wichtiger Wirtschaftszweig. Das Exportgeschäft für japanisches Porzelan war in den Händen der Holländischen Ostindien Gesellschaft. Sie hatten einen kleinen Handelsposten auf einer Insel vor Nagasaki.
Die Porzelanmanufaktur begann in Japan zu Beginn des 17. Jahrhundert als japanische Feudalherren in Korea einfielen. Auf ihrem Rückweg brachten sie koreanische Handwerker mit. Einer von ihnen, Ri Sampei, wird als der Gründer der japanischen Porzelanmanufaktur betrachtet. Das Zentrum der japanischen Porzelanproduktion befindet sich auf der Insel Kyushu im Süden. Dort gibt es Ton mit einem hohen Anteil an Kaolin.
Die japanische Porzelanproduktion bekam einen riesigen Schub, als sich im 16. Jahrhundert der Kult der Teezeremonie von China nach Japan ausbreitete. Die japanische Teezeremonie ist eine Art choreographischen Rituals der Zubereitung, des Servierens und des Trinkens von Tee. Der japanische Gründer war Sen no Rikyu (1522 to 1591).
Die Kunst der japanischen Teezeremonie wird noch heute in verschiedenen Schulen gelehrt. Um ein Meister zu werden, benötigt man viele Jahre.
Japanische Kunstdrucke, auch Ukiyo-e genannt, sind sicherlich die Kunstform, die unter westlichen Kunstliebhabern am bekanntesten geworden ist. Ukiyo-e begann im 16. Jahrhundert und gewann mit der Einführung des Mehrfarbdruckes eine enorme Popularität als Kunst- und Kunsthandwerksform. Der Mehrfarbendruck wurde einfach durch die Verwendung mehrerer Blöcke, einem je Farbe, erreicht.
Seitdem haben japanische Kunstdrucke viele verschiedenen Stile und viele wirtschaftlichen Höhe- und Tiefpunkte erlebt. Aber sie blieben bis heute eine lebendige, populäre und hoch geschätzte Kunstform.
Dieter Wanczura
(Juni 2002, überarbeitet Februar 2009)
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Monday, March 22, 2010:
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