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Japanische Kunstgeschichte Teil II

Momoyama Epoche 1573-1603

Himeji Castle
Himeji Castle
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This article in English: Japanese Art History

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts hatte das Ashikaga Shogunat die Kontrolle über Japan verloren. Mächtige Kriegsherren hatten Japan in einer Reihe von Bürgerkriegen verwüstet, die beinahe 100 Jahre dauerten. Sie wurden durch Oda Nobunaga beendet, der die Macht der Klöster brach. Sein Nachfolger Toyotomi Hideyoshi kam im Jahr 1582 an die Macht und vereinte Japan bis zum Jahr 1590.

Die Handelsbeziehungen mit Europa weiteten sich rasch aus und eine neue wohlhabende Klasse von Kaufleuten entstand. Vergleichbar mit der Epoche der europäischen Renaissance förderte diese neue Klasse die Entwicklung der Künste. Die Kunst der japanischen Wandschirme und die Keramikkunst blühten.

Zahlreiche Burgen wurden von regionalen Herrschern erbaut. Die Burg Himeji, auch Die Weiße Reiher Burg genannt, wurde in ihren heutigen Ausdehnungen in den Jahren 1601-1609 erbaut. Historiker schätzen, dass an ihrer Vollendung bis zu 50.000 Menschen gearbeitet hatten. Im Jahr 1993 wurde sie von der UNESCO auf die Liste der bedeutenden Weltdenkmäler gesetzt.

Edo Epoche 1603-1868

Die Edo Epoche wird manchmal auch Tokugawa Epoche genannt - nach dem Namen des Shogunats, das Japan 256 Jahre lange regierte. Die Herrscherfamilie der Tokugawa brachten Japan Frieden und Stabilität - aber zum Preis politischer Repression. Während der Herrschaft der Tokugawa wurden alle Kontakte mit der Außenwelt im Jahr 1624 fast vollständig abgeschnitten. Nagasaki war der einzige Hafen, der für kommerzielle Beziehungen mit der übrigen Welt offen war.

Edo - heute Tokyo genannt - und Osaka waren die wirtschaftlichen und kulturellen Zentren der Edo Periode. Eine wohlhabende neue Städterklasse gewann an Einfluss.

Die Künste entfernten sich von aristokratischen Themen und zeigten Szenen aus dem täglichen Leben der Menschen. Die Leute amüsierten sich in den Theatern und den Vergnügungsvierteln. Aus kultureller Sicht war die Edo Periode so was wie Swinging London in den sechziger und frühen siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Die populärsten künstlerischen Erzeugnisse der Edo Epoche sind Ukiyo-e, Japanische Farbholzschnitte. Die ersten Ukiyo-e wurden gegen Ende des 17. Jahrhunderts in schwarz und weiß gefertigt. Um das Jahr 1764 machte Suzuki Harunobu als erster Künstler den Vielfarbendruck populär. Der dominierende Meister im späten 18. Jahrhundert war Utamaro Kitagawa - berühmt für seine feinfühligen Darstellungen von Kurtisanen aus den Vergügungsvierteln. Die berühmtesten Namen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind Hokusai Katsushika, ein wahrer Ukiyo-e Besessener und Ando Hiroshige mit seinen Landschafts-Motiven wie den 53 Stationen des Tokaido.

Im Jahr 1854 zwang eine US Flotte unter dem Kommando von Commodore Perry Japan zur Öffnung seiner Häfen. In der Folge dieser ungewollten Öffnung Japans kam es zu fremdenfeindlichen Unruhen. Die Gegner des Tokugawa Shogunats scharten sich um den Kaiser und im Jahre 1867 wurde der letzte Shogun, Tokugawa Yoshinobu zur Abdankung gezwungen.

Meiji Epoche 1868-1912

Sino-japanischer Krieg
Sino-japanischer Krieg
1894-95
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Diese Epoche wird auch als Meiji Restauration bezeichnet, da der Kaiser die Macht als tatsächliches Oberhaupt des Staates nach Hunderten von Jahren zurück erlangte. Der Kaiser Mutsushito nahm den Namen Meiji an, was soviel wie erleuchtete Regierung heißt. In den folgenden Jahren startete Japan eine enorme und systematische Kampagne um westliches Know-how auf allen Gebieten der Technologie, Gesetzgebung, der Wissenschaft und den Künsten zu erwerben. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Japan zur mächtigsten Nation der asiatischen Hemisphäre aufgestiegen - machtvoll demonstriert im chinesisch-japanischen (1994-1895) und im russisch-japanischen Krieg (1904-1905).

So wie alle Bereiche der Gesellschaft wurden auch die Künste durch die plötzliche Öffnung zur westlichen Gesellschaft voll getroffen. Westliche Malstile und Grafiktechniken und die westliche Architektur hielten Einzug in Japan. Neue Kunstschulen wurden eröffnet und Kunstlehrer und Professoren aus Ländern wie Italien wurden in das Land gerufen. Es war Gott sei Dank nicht nur ein reines Kopieren westlicher Stilrichtungen. Neue Kunstbewegungen wie Shin Hanga oder Sosaku Hanga entstanden und schufen durch die Kombination von alten traditionellen und westlichen Techniken etwas eigenständig Neues.

Taisho Epoche 1912-1926, Showa Epoche 1926-1989, Heisei Epoche seit 1989

Im 20. Jahrhundert waren japanische Maler und Grafiker sehr erfolgreich. Während der amerikanischen Besetzung nach dem 2. Weltkrieg entdeckten viele US Bürger den Charme der japanischen Kultur. Heute haben die Vereinigten Staaten die größte Sammler-Gemeinde für japanische Kunstgegenstände außerhalb Japans.

Dieter Wanczura
(Mai 2001, überarbeitet Februar 2009)

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