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This article in English: Ishii Hakutei - Biography
Ishii Hakutei spielte eine sehr wichtige fördernde Rolle für die Entwicklung der Sosaku Hanga Stilrichtung. Obwohl als Maler bekannt, war er als Grafikkünstler weniger erfolgreich. Seine Serie der "Zwölf Ansichten von Tokyo" wurde nach den ersten neun Entwürfen mangels Käufernachfrage eingestellt.
Die Chancen ein Künstler zu werden, waren für Hakutei nicht schlecht. Sein Vater war Maler und Lithograph. Der junge Mann studierte zuerst westliche Malerei, ging dann nach Europa und besuchte nach seiner Rückkehr die Akademie der Schönen Künster in Tokyo.
Ishii Hakutei war Editor einer kleinen Kunst- und Literaturzeitschrift mit dem Namen Myojo als er Yamamoto Kanae im Jahr 1904 traf - ein junger Maler und Grafiker. Hakutei veröffentlichte eine von Kanae geschaffene Grafik mit dem Titel Der Fischer. Kunsthistoriker sehen diese Veröffentlichung als eine Art von offizieller Geburtsstunde der Sosaku Hanga Kunstbewegung an. Der Fischer war ein selbst geschnitzter und selbst gedruckter zweifarbiger Holzschnitt.
Die Sosaku Hanga Künstler hatten einen schon fast religiösen Glauben, dass der Künstler eine Grafik komplett selbst erstellen muss - im Gegensatz zu dem alten Teamwork Modell der klassischen Ukiyo-e Grafikkunst. Bei dem klassischen Ukiyo-e Prozess machte der Künstler den Entwurf, ein Schnitzer mit sehr langer Ausbildung und Erfahrung machte den Block und ein nicht weniger gut geschulter Drucker brachte das Ganze zuletzt zu Papier.
Im September 1905 gründeten Kanae Yamamoto, Ishii Hakutei und Ishii Tsuruzo eine neue Zeitschrift mit dem Titel Heitan. Ihre Inspiration dazu kam von den deutschen Kunstzeitschriften wie Pan, Simplicissimus und dem Jugendstilmagazin Jugend. Und zwei Jahre später gründeten Kanae Yamamoto, Ishii Hakutei und einige Freunde eine neue Zeitschrift mit dem Namen Hosun - was im japanischen kleines Ding bedeutet.
Der kommerzielle Erfolg ging leider nicht Hand in Hand mit dem Enthusiasmus der Gründer. Heitan und Hosan verschwanden einige Jahre später.
Im Jahr 1912 bestieg Kanae Yamamoto ein Schiff, das ihn in etwas weniger als zwei Monaten nach Europa brachte. Zu diesem Zeitpunkt war die Beziehung zwischen Kanae und Hakutei etwas abgekühlt - aus sehr privatem Grund. Kanae hatte sich in Mitsu, die jüngere Schwester von Hakutei, verliebt. Aber die Ishii Familie war gegen eine Heirat. Obwohl Hakutei keine Einwände gegen Kanae hatte, musste er doch den strengen japanischen Familienregeln gehorchen.
Im Wege seiner Kunstausbildung hatte Hakutei auch das Blockschnitzen im grafischen Büro des Finanzministeriums gelernt. Das dabei erworbene Wissen über die hohen Anforderungen und die technischen Schwierigkeiten des Holzblockschnitzens hielten vermutlich Hakutei davon ab die Frage des Selbermachens zur Glaubensfrage zu machen. Er wusste genau wie mühsam das Ganze war.
Im Jahr 1910 fing Hakutei Ishii mit den Entwürfen für die Serie der Zwölf Ansichten von Tokyo an - Toyko junikei. Die Serie zeigt Frauen in traditionellen Kimonos vor einem farblosen Hintergrund mit einer grossen Kartouche in der rechten oberen Ecke mit Ansichten von Tokyo. Hakutei beauftragte mit dem Schnitzen der Blöcke einen erfahrenen Grafiker, Ingami Bonkotsu (1875-1933). Der Stil der Grafiken ist reines Shin Hanga - die traditionelle Stilrichtung zur Wiederbelebung der klassischen Ukiyo-e Kunst. Hakutei hatte kein Problem damit, die Sosaku Hanga Stilrichtung zu fördern und gleichzeitig selbst Grafiken im Shin Hanga Stil zu entwerfen.
Leider war die Grafikserie am Markt nicht sehr gut aufgenommen worden und verkaufte sich schlecht. Deswegen wurden von den ursprünglich geplanten zwölf Entwürfen nur neun aufgelegt.
Trotz all der enttäuschenden Projekte wie den Zeitschriften oder den Zwölf Ansichten von Tokyo, machte Hakutei seinen Weg als erfolgreicher und anerkannter Maler. Er stellte regelmässig auf Shin Bunten (eine grosse offizielle Kunstmesse) aus und wurde Mitglied der Kaiserlichen Kunstakademie. Und er hatte grossen Einfluss auf andere Künstler. Im Verlauf seiner Laufbahn war er formaler und informeller Lehrer für Künstler wie Unichi Hiratsuka und Kishio Koizumi.
Dieter Wanczura
(August 2002, überarbeitet August 2009)
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