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Kawanishi Hide - 1894-1965

Hide Kawanishi I
Sosaku Hanga - Kunstbewegung
Sosaku Hanga - Kunstbewegung
Justizgebäude
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This article in English: Hide Kawanishi - Biography

Die Grafiken des Sosaku Hanga Künstlers Kawanishi Hide haben 3 hervorstechende Merkmale: kühne Farben, das Weglassen der Konturlinien, die für klassisches japanisches Ukiyo-e so typisch sind und schliesslich die Ausrichtung auf Themen aus seiner geliebten Heimatstadt Kobe.

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Ein stolzer Bürger von Kobe

Kawanishi Hide wurde in Kobe als Sohn einer wohlhabenden Familie von Kaufleuten und Schiffseigentümern mit langer Tradition im Handel geboren. Zufällig besass seine Familie ein kleines Postamt, das Hide übernahm. Als es in Japan's nationalen Postdienst integriert wurde, wurde Hide Kawanishi automatisch ein von der Regierung bezahlter Postbeamter.

Hide wollte von Kindheit an Künstler werden. Sein Vater war strikt dagegen und wollte, dass er in das väterliche Handelshaus eintritt. Aber sein Sohn ging seine eigenen Wege. Und wie Umetaro Azechi, nahm Kawanishi Hide an einem Malfernkurs aus Tokyo teil. Wie so viele der Sosaku Hanga Künstler, war auch er mehr oder weniger ein Autodidakt.

Keine Bewunderung für klassisches Ukiyo-e

Hide Kawanishi II
Ukiyo-e
Ukiyo-e
Szene aus dem Hafen von Kobe
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Kawanishi hatte eine Vorliebe für ausländische Kunst. Für klassisches Ukiyo-e hatte nicht viel übrig. Ihm gefielen die schwarzen Konturlinien nicht, die für einen traditionellen japanischen Holzschnitt so typisch sind. In seinen eigenen Arbeiten benutzte er die Konturlinien nie. Er war der Meinung, dass Grafiken ohne Linien mehr Vitalität hätten.

Kawanishi machte mehrere Serien:

  • Zwölf Gebräuche von Showa Schönheiten - 1929
  • Kobe Szenen über 12 Monate - 1931
  • Szenen aus Kobe - 1933-1935
  • Einhundert Kobe Grafiken - 1935
  • Szenen aus einer Hafenstadt - 1941
  • Einhundert Ansichten von Kobe - 1962

Kawanishis Grafiken sind in kräftigen Farben gehalten. Helen Merritt charakterisiert seinen Gebrauch von Farbe in ihrem Buch Modern Japanese Woodblock Prints - The Early Years so nett:

"Farben mit vollem Sättigungsgrad schaffen eine Kakophonie an Farbe, die so typisch für Kawanishis Stil ist."

Wie man an den Titeln seiner Grafikserien leicht ablesen kann, drehten sich die Hauptmotive des Künstlers vor allem um seine Heimatstadt Kobe. Seine Grafiken aus der Zeit vor dem Krieg haben sogar eine geschichtliche Bedeutung erlangt, da viele der abgebildeten Gebäude und Sehenswürdigkeiten während der Bombenangriffe zerstört worden waren.

Kawanishi hatte in seinem Leben über tausend Grafiken geschaffen. Von den meisten machte er nur wenige Abzüge. Er war nicht darauf angewiesen mit seinen Grafiken seinen Lebensunterhalt zu verdienen und deshalb war es ihm egal ob er verkaufte oder nicht.

Ein Haufen Auszeichnungen

Hide Kawanishi III
Umetaro Azechi - Biografie
Umetaro Azechi - Biografie
Aka Fuji - Red Fuji
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Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde Kawanishi mit Ehrungen und Orden vielleicht nicht gerade zugeschüttet, aber doch reichlich bedacht - dem Kulturpreis der Hyogo Präfektur im Jahr 1949 und dem Kobe Shinbun Friedenspreis im Jahr 1962 - und vermutlich noch ein paar mehr.

Dieter Wanczura
(Juni 2002, überarbeitet August 2009)

Literaturquellen für diese Kawanishi Hide Biografie

  • Helen Merritt and Nanako Yamada, "Guide to Modern Japanese Woodblock Prints: 1900-1975", published by University of Hawaii Press, Honolulu, ISBN 0-8248-1732-X
  • Helen Merritt, "Modern Japanese Woodblock Prints - The early years", published by University of Hawaii Press, Honolulu, 1990, ISBN 0-8248-1200-X
  • Oliver Statler, "Modern Japanese Prints: An Art Reborn", C. Tuttle, Tokyo, 1956, ISBN No. is 0-8048-0406-0
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