This article in English: Fang Lijun - Biography
Fang Lijun, geboren 1963, gehört wie Zhang Xiaogang zur Generation derjenigen, die während der chinesischen Kulturrevolution aufwuchsen. Fang Lijun entwickelte in seinen Bildern und Holzschnitten einen Stil, der den chinesischen "zynischen Realismus" mit Merkmalen der westlichen Pop Art verbindet. Wie die Gemälde Xiaogangs, erzielen seine Werke heute bei Auktionen international renommierter Auktionshäuser Rekordsummen.
Sie vermissen vermutlich Beispiele der Kunstwerke von Herr Fang Lijun auf dieser Seite. Aus Copyright Gründen können wir Ihnen leider keine zeigen. Sie sehen statt dessen Grafiken des zeitgenössischen Künstlers Zhou Lu, Jahrgang 1973.
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Erst vor wenigen Jahren wurde Fang Lijun auf dem weltweiten Kunstmarkt entdeckt. Ähnliche wie Zhang Xiaogang, ist auch Fang Lijun durch die enorm angestiegene Nachfrage seiner Werke inzwischen Millionär. Sammler zeitgenössischer chinesischer Kunst lassen sich keine Gelegenheit entgehen, sich um eins der von glatzköpfigen Gestalten beherrschten Gemälde zu bemühen.
Fang Lijun machte zunächst eine Ausbildung in Porzellanmalerei und Holzschnitttechnik, bevor er sich der künstlerischen Betätigung zuwandte. Als er sein Studium der Druckgraphik an der renommierten Zentralakademie der Schönen Künste in Beijing aufnahm, war der Zugang zu internationalen Publikationen bereits möglich. Westliche Kunstgeschichte und zeitgenössische Kunstkritik waren Lijun daher vertraut.
Nach dem Abschluss des Studiums 1989 führten ihn auch Studienreisen in die Niederlande, nach Norwegen und in die USA. Seit 1990 nahm das Interesse an seiner Kunst stetig zu und so wurde Fang Lijun zweimal zur Teilnahme an der Biennale in Venedig eingeladen, wo ihm 1993 der internationale Durchbruch gelang.
Fang Lijun erlebte das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Beijing als Student im Alter von 26 Jahren. Die Ohnmacht des Individuums, und die Passivität der Masse findet sich als Hauptthema in seinen Werken. Eine stereotype Gesellschaft von kahlköpfigen Einheitsmenschen spiegelt es wieder.
Doch das westliche Modell scheint keine Lösung, zeigt vielmehr dasselbe Bild, nur eben bunter. Das Individuum geht auch da in der Masse unter, führt genauso einen Überlebenskampf im Strudel eines tiefen Wassers oder fügt sich der Ohnmacht, verängstigt gegen den bedrohlichen Himmel blickend.
Wasser, Himmel und Menschenmasse sind die Elemente, die dem einzelnen Menschen einen Lebensraum bieten. Sie nehmen ihn auf oder bedrohen ihn. Doch darin als Individuum existieren zu können, scheint nicht möglich.
Der Künstler lebt und arbeitet heute in Beijing und Dali (Taiwan).
rp, März 2007
überarbeitet von Dieter Wanczura, April 2009
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Saturday, November 21, 2009:
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