
This article in English: Edgar Degas - Biography
Die Kunst von Edgar Degas vereint klassische Stilelemente mit den Neuerungen des Impressionismus.
Aus Copyright Gründen können wir Ihnen hier keine Bilder von Edgar Degas zeigen. Statt dessen zeigen wir Ihnen japanische Farbholzschnitte des Künstlers Ryusei Okamoto, Jahrgang 1949.
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Edgar Degas wurde in Paris als der Sohn eines wohlhabenden Bankiers geboren. Er studierte an der berühmten École des Beaux-Arts in Paris. Nach dem Abschluss seiner Studien ging er nach Italien wo er 5 Jahre lang die alten Meister der Renaissance studierte und akribisch kopierte. Diese Kopien der alten Meister waren schon damals ein Ausdruck des Strebens nach Perfektion, von der Degas sein ganzes Leben lang besessen war.
Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 1859 stellte Degas seine eigenen Werke während der ersten 5 Jahre zuerst in den offiziellen Salons von Paris aus. Später schloss er sich in lockerer Form den Impressionisten an und zeigte seine Werke von 1874 bis 1886 in deren Ausstellungen.
Edgar Degas bevorzugte Themen waren Szenen aus der Welt der Unterhaltung und später auch aus dem Leben der einfachen Leute. Ballettänzer, Frauen bei der Morgentoilette und Pferderennen sind die Themen, mit denen die Kunst von Edgar Degas assoziiert wird.
Im Gegensatz zu seinen Impressionisten Kollegen arbeitete Degas lieber im Studio als im Freien. Er machte vor Ort Skizzen und schuf das Bild später im Studio. Toulouse Lautrec, der Degas sehr bewunderte, hatte den gleichen Arbeitsstil.
Japanische Farbholzschnitte waren gegen Ende des 19.Jahrhunderts sehr populär und hatten die französischen Impressionisten stark beeinflusst. Auch Edgar Degas gehörte zu den Bewunderern von Japan Drucken. Und der Einfluss kann in seinen Werken vor allem in der Verwendung großer freier Flächen mit nur einer Farbe nachempfunden werden.
Als Künstler war Edgar Degas zwischen traditionellem Stil und dem modernen Impressionismus hin und hergerissen. Degas bewunderte den Maler Ingres und die großen italienischen Meister. Seine eigenen Kompositionen sind harmonisch und folgen der Tradition der alten Meister. Was oft wie der spontane geniale Einfall eines Augenblicks aussieht, war aber in Wirklichkeit das intensiv ausgearbeitete Ergebnis eines klassischen Perfektionisten.
Von den Impressionisten hatte er gelernt wie man Lichteffekte erzielt, die kühnen Farbkompositionen und wie man Figuren in Bewegung zeigt. Und von den japanischen Meistern hatte er den gekonnten Einsatz von Flächen gelernt.
Edgar Degas benutze eine große Vielfalt an Medien und Techniken. Als er älter wurde, wendete er sich der Bildhauerei, Kreidezeichnungen und Grafiken zu.
In seinem Perfektionsdrang wiederholte Edgar Degas das gleiche Thema immer wieder aufs neue. Als er sich in den neunziger Jahren auf die Grafik konzentrierte, drehten sich die Themen um Frauenakte - entweder Frauen bei der Toilette oder Tänzerinnen. Edgar Degas hatte in seinem Studio eine Sammlung an Dekorationsutensilien wie zum Beispiel eine Badewanne, ein Sofa und ein Bett mit Vorhang, die in seinen Werken als Hintergrundmotiv immer wieder auftauchen.
Während des Krieges mit Deutschland in den Jahren 1870/1871 diente Degas in der französischen Armee. Die medizinische Ursache ist nicht ganz klar, aber seit seiner Militärzeit hatte er Probleme mit seinen Augen. Gegen Lebensende verschlechterte sich seine Sehkraft mehr und mehr. Degas konnte keine Gemälde mehr malen und verlegte sich deshalb auf die Bildhauerei. Er formte seine Skulpturen mit Wachs und Ton. Bevorzugte Themen waren auch hier Ballett-Tänzer und Rennpferde.
Edgar Degas hatte in seinem Leben mehr als 2000 Ölgemälde und Kreidezeichnungen und ca. 150 Skulpturen geschaffen.
Dieter Wanczura
(Januar 2002, überarbeitet März 2009)
David Boyle, "Impressionist Art", Watson-Guptill Publications, ISBN 0-8230-0988-2.
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Thursday, February 09, 2012:
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