This article in English: Printmaking
Es gibt zwei Arten von Druckverfahren: den Hochdruck und den Tiefdruck. Beim Hochdruck wird alles was nicht gedruckt werden soll, aus dem Druckstock entfernt. Die hochstehenden Flächen des Druckblocks werden eingefärbt und dann wird die Grafik durch Pressen des Blocks gegen Papier erzeugt.
Der Tiefdruck funktioniert genau umgekehrt. Eine Linie wird entweder mit einem Werkzeug oder mit Säure auf der Platte erzeugt. Dann wird die Farbe aufgetragen. Nach dem Abwischen der Farbe bleibt diese nur in den Vertiefungen hängen. Die Grafik wird auch hierbei durch Druck eines eingefeuchteten Papiers auf die Platte erzeugt. Die Tiefdruckverfahren sind Kupfer-oder Stahlstich, Kaltnadeltechnik, Radierung, Aquatint, Punktiertechnik und Schabkunst (Mezzotint) und werden im zweiten Teil dieses Artikels diskutiert.
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Holzschnitt ist das älteste der Druckverfahren. Ein geradezu vollkommenes Beispiel sind die japanischen Farbholzschnitte. Für Holzschnitte wird der Entwurf zuerst auf einem Holzblock aufgetragen. Dann wird alles was nicht gedruckt werden soll, mit einem Schneidemesser entfernt. Als nächstes wird der Block mit Farbe eingefärbt. Das Grafikblatt wird dadurch erzeugt, dass das Papier fest gegen den Block gepresst wird. Um Mehrfarbendrucke zu erzeugen, wurden mehrere Blöcke erzeugt - einer pro Farbe. Bei den traditionellen japanischen Meistern war der gesamte Vorgang auf drei verschiedene Personen verteilt: dem Künstler, dem Blockschnitzer und dem Drucker.
Der Holzstich ist eine Sondernform des Holzschnitts. Dabei wird quer zur Faser gesägtes Hartholz verwendet. Diese Technik ermöglicht wegen der Härte des Holzes feinere Linien und Details als der Holzschnitt. Außerdem waren wegen der Härte des Holzes mehr Abzüge von einem Block möglich.
Zu den bekanntesten Beispielen des Holzschnitts gehören die japanischen Ukiyo-e Grafiken. In Europa war Albrecht Dürer ein herausragender Meister dieser Technik.

Der Linolschnitt beruht auf der gleichen Technik wie der Holzschnitt. Wegen des weicheren Materials des Linoleums ist ein Linolschnitt einfacher zu erzeugen als ein Holzschnitt. Picasso benutzte diese Technik und entwickelte daraus seinen ganz persönlichen Stil. Er schuf Mehrfarben-Linolschnitte ohne dafür mehrere Linolplatten zu benutzen. Er schnitt einfach von einer Platte immer mehr weg. Am Schluss war nichts mehr übrig und der Vorgang konnte auch nicht mehr wiederholt werden. Damit waren Nachdrucke ausgeschlossen.
Dieter Wanczura
(Mai 2001, überarbeitet April 2009)
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Saturday, February 11, 2012:
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